Schweden

Über Stock und Stein nach Norden

Dienstag, 17. August 2021

Nun sind wir über die fünfte Ländergrenze und scheinbar ist Corona nichtexistent. Nicht einmal wollte man bisher unser Impfzertifikat sehen, oder überhaupt wissen, woher wir kommen. Da haben wir uns wohl mal wieder viel Stress um nichts gemacht.

Aber hey, wir sind nun in Schweden! Endlose Wälder, Sümpfe, und rote Häuser zwischendrin, so unsere romantische Vorstellung. Aber nach dem Anlegen der Fähre im Riesenhafen von Göteborg um 1 Uhr morgens nach 3.5 Stunden Fahrt war das noch nicht so zu spüren. Erst mal galt es, den vorher herausgesuchten Parkplatz im Freizeit- und Wandergebiet Skatas bei Göteborg zu finden. Auch das Navi hatte so seine Mühe mit den übereinander verlaufenden Strassen und den unzähligen Umleitungen aufgrund von Baustellen. Eine knappe Stunde später war es aber geschafft. Ganz ans Ende des grossflächigen und leeren Parkplatzes haben wir uns gestellt, nur um am nächsten Morgen auf einem gefüllten Parkplatz zu erwachen. Sorry haben wir gleich drei Parkplätze benutzt :-)

Abfahrt der Fähre aus Frederikshavn in Dänemark

Wir bleiben drei Tage hier, einer davon ist Arbeits- und Waschtag. Der nahegelegene Camping ist wegen einem Mountainbike-Rennen proppenvoll, und kostet trotz alter Anlagen ca. CHF 50 pro Nacht. Eine Nacht nehmen wir, wegen WLAN und Waschmaschine (die extra kostet). Einen Nachmittag verbringen wir in der Stadt Göteborg, wo wir durch das coole Haga-Viertel spazieren und uns eine XXL-Zimtschnecke gönnen, und an einem Abend joggen wir um den nahegelegenen und bildschönen See im Skatasgebiet.

Impressionen aus Göteborg

Dann haben wir aber genug von der Zivilisation und fahren raus in die Wälder. Die Stellplatzsuche stellt sich aber als schwieriger heraus als gedacht. Alle Plätze die nicht direkt an die Strasse grenzen sind bereits besetzt oder zu schräg. Und je fortgeschrittener die Zeit, desto kleiner die Chance noch etwas zu finden. Nach dem gefühlt fünfzigsten vielversprechenden Platz wo bereits sechs Camper stehen und ein Lagerfeuer brennt, stellen wir uns in der Nähe an den ungeteerten Waldweg, ist ja auch bereits 22 Uhr. Um Mitternacht hören wir Motorgeräusche und plötzlich einen Knall. Werden wir mit Steinen beworfen? Ah nein, es war ein rohes Ei! Da hatten paar junge Schweden wohl genug davon, dass man ihnen die schönen Plätze wegnimmt; irgendwo verständlich, würde uns in der Schweiz auch nerven. Nur an der Art, wie man dem Unmut Luft macht, könnte man noch ein wenig arbeiten. Haben sich wohl nicht getraut, sich die grössere Campergruppe vorzunehmen.

Ok, aller Anfang ist schwer. Nun wollen wir aber raus aus der Campinghölle und in Richtung Norden. Einen Punkt auf der Bucketlist ist nämlich in Trollhättan, wo das Saab Car Museum steht. In immerhin sieben Jahren fuhr Michael nämlich einen Saab 900 turbo von 1992 (der dann gegen Björn eingetauscht wurde), einen Saab 9000 Aero von 1993 und einen Saab 9-5 Aero von 2001. Das Museum ist hübsch, bietet im Moment auch eine dedizierte Moped-Ausstellung, da diese Zweiradgattung scheinbar eine schwedische Erfindung ist. Moped kommt übrigens von Motor+Pedal, klickts? ;-)

Im Saab Car Museum in Trollhättan

Weiter geht es auf der Route des Trans Euro Trail (TET), einem ganz Europa durchziehenden Schlechtwegenetz. Zwar vor allem für Enduro-Motorräder geschaffen, sind wir bisher überall durchgekommen; 90% waren einsame Waldwege, perfekt für uns. Den Allrad haben wir nur bei einem steilen, engen und steinigen Anstieg benutzen müssen, wo die Route dem Unden entlang führte.

Der anspruchsvollste Teil der Route

Die Waldwege sind auch von Vorteil, weil es keinen Verkehr hat. Man hält an wenn und wo man möchte, und ist niemandem im Weg oder zu langsam.

Nun in den nördlicheren Regionen wird es besser mit der Stellplatzsuche. Regelmässig finden wir ein hübsches Plätzchen direkt an einem See, den wir nur für uns haben. Abends grillieren wir etwas und bleiben draussen bis die Insekten zu nervig werden. In der Nacht ist es absolut still, nur der die Baumblätter bewegende Wind meldet sich zwischendurch. Die romantische Vorstellung hat sich nun doch noch bestätigt.

Hunderte Kilometer in diesem Stil!
Hunderte Kilometer in diesem Stil!
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Schweden

Grün und weit

Das Königreich Schweden ist eine parlamentarische Monarchie in Nordeuropa. Das Staatsgebiet umfasst den östlichen Teil der Skandinavischen Halbinsel und die Inseln Gotland und Öland. Schweden ist Mitglied des Nordischen Rates und seit 1995 der Europäischen Union, jedoch nicht Mitglied der NATO und militärisch bündnisfrei. Hauptstadt sowie bevölkerungsreichste schwedische Stadt ist Stockholm.

Schweden grenzt an das Kattegat, die Staaten Norwegen und Finnland sowie die Ostsee und den östlichsten Teil der Nordsee, seit der Inbetriebnahme der Öresundbrücke im Jahr 2000 besteht zudem eine direkte Landverbindung zu Dänemark. Zu Schweden gehören etwa 221'800 Inseln, Gotland (2994 km²) und Öland (1347 km², beide in der Ostsee) sowie Orust (346 km², nördlich von Göteborg) sind die drei grössten. Die längste Ausdehnung von Norden nach Süden beträgt 1572 km, von Osten nach Westen 499 km. Die Landgrenze zu Norwegen ist 1619 km lang, die zu Finnland 586 km.

Während weite Teile des Landes flach bis hügelig sind, steigen entlang der norwegischen Grenze die Gebirgsmassive der Skanden bis auf über 2000 m Höhe an. Der höchste Gipfel ist der Kebnekaise mit etwa 2100 m Meereshöhe. Über das Land verteilt gibt es 30 Nationalparks. Die flächenmäßig grössten befinden sich im Nordwesten des Landes.

Amtssprache
Schwedisch
Hauptstadt
Stockholm
Staats- und Regierungsform
parlamentarische Monarchie
Staatsoberhaupt
König Carl XVI. Gustaf
Regierungschef
Ministerpräsident Stefan Löfven
Fläche
447'435 km²
Einwohnerzahl
10'327'589 (31. Dezember 2019)
Bevölkerungsdichte
23 Einwohner pro km²
Währung
Schwedische Krone (SEK)
Schweden

Unsere Reise in Zahlen

i
16.95 l
⌀ Verbrauch Treibstoff pro 100 km (letzte 1500 km)
Pfäffikon, Bezirk Pfäffikon, Zürich, Schweiz/Suisse/Svizzera/Svizra
Aufenthaltsort vor paar Tagen
0.95 kWh
Max. Solarenergie an einem Tag

Die bisherige Route


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